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Aktuelles

Weitere Ursachen für Harnblasenkrebs als Berufskrankheit anerkannt

Die Liste der anerkannten Berufskrankheiten wird in Deutschland immer länger: In der jüngsten aktualisierten Version der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sind weitere fünf neue anerkennungsfähige Erkrankungen hinzugekommen, darunter auch Harnblasenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Bis dahin waren nur aromatische Amine von den Unfallversicherungsträgern als Risikofaktoren anerkannt. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) hatte schon früh bestimmte berufliche Expositionen erkannt, die ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs bargen. Dies spiegelt sich auch in der S3-Leitlinie zum Harnblasenkarzinom wider, die die DGUfederführend erarbeitet hat. „In der Leitlinie ist festgelegt, dass bei Patienten mit Harnblasenkrebs eine Berufsanamnese erhoben werden soll“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.

In der jüngsten Liste der Berufskrankheiten der BAuA vom August 2017 werden unter der Nummer 1321 „Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis“ geführt. PAK, die in Kohle und Erdöl natürlich vorhanden sind und ansonsten durch die unvollständige Verbrennung organischer Materialien entstehen, werden inhalativ und über die Haut aufgenommen. Besonders Teer aus Steinkohle ist sehr PAK-haltig, weshalb seine Verwendung seit Mitte der 1980er-Jahre immer stärker eingeschränkt und reglementiert wurde. Die Zahl der Branchen und Tätigkeiten, die mit der Einwirkung von PAK auf die Mitarbeiter konfrontiert sind, ist lang. Allein in der wissenschaftlichen Begründung zur Berufskrankheit 1321 werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales drei Dutzend genannt – von Abbruchbetrieben und Aluminiumindustrie, über Gummi-, Metall- und Mineralölindustrie bis zu Straßenbau und der Textilindustrie. 

Schon seit 1937 können Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine als Berufskrankheit Nr. 1301 anerkannt werden. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallkassen, belegte sie zwischen 1978 und 2010 mit insgesamt 1945 anerkannten Fällen die dritte Stelle der häufigsten beruflich verursachten Krebserkrankungen, hinter Tumorerkrankungen durch Einwirkung von Asbest oder ionisierenden Strahlen. Mit rund 1000 anerkannten Fällen hatte dabei der Bereich Chemie den mit Abstand größten Anteil an Blasenkrebs als Berufskrankheit, gefolgt von Bau und Gesundheitsdienst.

Das Harnblasenkarzinom ist nach Prostatakrebs die zweithäufigste urologische Krebsart. Blasenkrebs gilt meist als Erkrankung der späteren Lebensabschnitte, von der Männer mit einem Anteil von rund 75 Prozent an den knapp 30.000 Neuerkrankungen pro Jahr weit häufiger betroffen sind als Frauen. Bei der Erkrankung gehen bösartige Zellveränderungen aus der Schleimhaut der Harnblase hervor. Eindeutige Symptome gibt es bei Blasenkrebs nicht, auch Schmerzen treten eher selten auf. Blut im Urin sollte aber immer ärztlich abgeklärt werden. In einer unter der Federführung der DGU erstellten Patientenleitlinie wird über empfohlene Untersuchungen zur Diagnose von Blasenkrebs und über Möglichkeiten der Behandlung in allen Ausbreitungsstadien detailliert aufgeklärt.

Text: Wahlers/Glimm

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Studien: Auch später Rauchstopp senkt Risiken für Blasenkrebs

Das Rauchen ist erwiesenermaßen einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung von Harnblasenkrebs. Zwar sind die genauen Ursachen für die Entstehung dieser Krebsart noch nicht umfassend geklärt, aber aus zahlreichen Untersuchungen geht hervor, dass Raucher gegenüber Nichtrauchern ein bis zu vier Mal höheres Risiko für die Krebserkrankung haben.

Dabei gilt: Je größer Dauer und Dosis der „Raucherkarriere“, desto höher das Risiko. Jedoch kann auch ein später Rauchstopp noch zu einer deutlichen Senkung des Risikos führen. In verschiedenen Studien wurde in den vergangenen Jahren untersucht, ob und wie schnell sich welche Effekte eines Rauchstopps in Bezug zum Harnblasenkarzinom auswirken.

In einer großen Studie stellte das Team um den US-Forscher Neal D. Freedman bereits 2011 fest, dass bei Männern und Frauen das Risiko für Blasenkrebs parallel zur Dauer des Zigarettenverzichts statistisch deutlich reduziert wird. Als Maß diente die sogenannte „Hazard Ratio“ (HR). Sie bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis binnen eines festgelegten Zeitraums eintritt. Im Vergleich zwischen zwei Gruppen werden deren Wahrscheinlichkeitswerte für das Ereignis ins Verhältnis gesetzt und beziffern ein höheres oder niedrigeres Risiko. Für Blasenkrebs durch Zigarettenkonsum hat ein Mensch, der nie geraucht hat, eine HR von 1. 

Freedman und sein Team ermittelten, dass bei Männern nach ein bis vier Jahren Rauchverzicht die HR bei 3,32 lag, nach fünf bis neun Jahren bei 2,85 und nach zehn und mehr Jahren nur noch bei 1,93. Bei Frauen waren die Rückgänge des Risikos in den gleichen Zeiträumen des Nichtrauchens mit HR 3,97, HR 3,49 und HR 2,08 jeweils etwas geringer. Auf das Risikoniveau von Menschen, die nie geraucht haben, führt ein Rauchstopp nicht zurück.

Weitere Studien belegen günstige Effekte des Rauchstopps auf Rezidiv- und Progressionsrisiken von Harnblasenkrebs. Je länger auf das Rauchen verzichtet wurde, desto größer der Effekt. Besonders bei nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs reduzierte ein Rauchverzicht von zehn und mehr Jahren das Risiko nahe heran an Nieraucher-Niveau; bei muskelinvasiven Tumoren verringerte sich nach dieser Dauer des Nichtrauchens das Rückfallrisiko deutlich. Die Mehrzahl der Studien, die Effekte eines Rauchstopps auf die Entstehung von Harnblasenkarzinom sowie auf das Fortschreiten der Erkrankung oder Rückfälle untersuchten, weisen darauf hin, dass der Zigarettenverzicht nicht nur primärpräventiv, sondern auch bei bestehender Erkrankung günstig wirkt.

Text: Wahlers/Glimm

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"Gönnen Sie sich ein gesundheitsbewusstes Jahr 2018!"

Die Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für gute Vorsätze zum Jahreswechsel.

Zum Jahreswechsel sind wieder gute Vorsätze für das kommende Jahr gefragt. Der Wunsch, gesünder zu leben, steht bei vielen ganz oben. "Gönnen Sie sich ein gesundheitsbewusstes Jahr 2018!", empfiehlt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. "So senken Sie auch Ihr Krebsrisiko!"

Die Deutsche Krebshilfe erinnert in einer Mitteilung zum Jahreswechsel an die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, eine gesunde Ernährung und ein normales Körpergewicht, wenig Alkohol, Solarienverzicht und ein umsichtiger Umgang mit UV-Strahlen der Sonne. Das Präventionsfaltblatt "10 Tipps gegen Krebs. Sich und anderen Gutes tun." biete praxistaugliche Tipps für den Alltag. (eb)

Bezugsmöglichkeiten

Das Faltblatt kann zusammen mit weiteren Infomaterialien zur Krebsprävention kostenfrei bestellt werden bei: Stiftung Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn.

Es steht auch zum Download bereit: www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/infothek/

Quelle: Ärzte Zeitung, 29.12.2017

 

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